Was ist ein Ryūkyū Furo? Der gefensterte Kirikake-Brazier im japanischen Tee
Oct 01, 2026
Kurz gesagt: ein Ryūkyū Furo (琉球風炉) ist ein metallener Kirikake-Brazier mit gerundeter Schulter, kurzem Körper, langen Füßen und Öffnungen vorne und hinten.
Wie sieht er aus?
Traditionelle Beschreibungen nennen Kōzama-artige Öffnungen, einen kurzen Körper und lange Füße.
Warum zwei Öffnungen?
Sie gehören zur etablierten Morphologie und machen Wand, Kama und Innenraum stärker sichtbar.
Kirikake?
Ja. Der passende Kama sitzt direkt auf dem Furo.
Kommt er wirklich aus Ryūkyū?
Das ist nicht gesichert. Eine Tradition sagt ja; eine andere leitet den Namen von einem älteren „Rikkyū-an Furo“ ab.
Material?
Frühe Überlieferungen nennen Eisen; später wurden auch Bronzeversionen geschaffen.
Welche Haigata?
Urasenke nennt Marubai Oshikiri und bei Eisen auch Marubai Kakiage.
Nimonji?
Historische Texte nennen auch eine Ryūkyū/Taguchi-Kombination mit Nimonji Oshikiri.
In einem Satz
Ryūkyū Furo ist ein gerundeter, gefensterter Kirikake-Brazier aus Eisen oder Bronze, dessen Namensursprung historisch nicht eindeutig geklärt ist.