Leitfaden zur Schleifstein-Körnung
Sep 27, 2026
Die Körnung beschreibt die Abrasivpartikelgröße und damit Stahlabtrag und mögliche Feinheit. Die richtige Körnung hängt vom Zustand und der Aufgabe ab. Höher bedeutet nicht automatisch schärfer.
Siehe Schleifstein-Leitfaden.
Grob: ca. 200-500
Für große Ausbrüche, Reparatur, Umprofilieren oder sehr stumpfe Schneiden. Hoher Stahlabtrag, normalerweise gefolgt von Mittelstein. Nicht für normale Touch-ups nötig.
Mittel: ca. 800-1200
Für viele Küchenmesser der nützlichste Bereich. Um 1000 kann eine normal stumpfe Schneide wieder aufgebaut werden.
Verfeinern: ca. 2000-4000
Verfeinert Kratzer und Schneidgefühl, nachdem die Kante bereits aufgebaut ist.
Polieren: 5000-8000+
Sehr feine Finishs möglich, aber maximale Politur verbessert Küchenleistung nicht immer. Manches Schneidgut profitiert von mehr Biss.
Reicht 1000?
Für viele Haushalte ja. Eine sauber aufgebaute, entgratete 1000er Schneide kann hervorragend schneiden.
1000 vs 3000
1000 bildet/restauriert, 3000 verfeinert danach. Nur 3000 auf stumpfer Klinge kann sehr langsam sein.
1000 vs 6000
Unterschiedliche Aufgaben: 1000 schärft, 6000 verfeinert/poliert. 6000 ersetzt 1000 nicht effizient.
3000 vs 6000
Beide verfeinern; 6000 feiner, aber langsamer. Für viele Allroundmesser ist 3000 ein guter Endpunkt.
Kohlenstoff oder VG10?
Stahlfamilie bestimmt Körnung nicht allein. Geometrie, Härte, Zustand und Einsatz zählen. Kein universeller Ablauf für Aogami, Shirogami oder VG10.
Ausbrüche?
Deutliche Ausbrüche können grobe Körnung verlangen; große Schäden eher zum Profi.
Wie viele Steine?
Viele starten mit einem Mittelstein. Ein Zweitstein ist häufig entweder grob für Reparatur oder fein zum Verfeinern.
Zahlen sind nicht perfekt universal
Normen, Abrasive und Bindungen variieren. Gleich markierte Steine können unterschiedlich schneiden.
Der beste Endpunkt
Die Körnung, die eine saubere, stabile, entgratete Küchenedge erzeugt, nicht die höchste Zahl. Siehe Schleifsteine und Schärfleitfaden.