Was sind Kan? Die Kesselringe der japanischen Teezeremonie
Oct 01, 2026
Kurz gesagt: Kan (鐶) sind die beiden Eisenringe zum Anheben und Bewegen des Kama während des Sumidemae. Sie werden durch die seitlichen Kantsuki geführt.
Warum zwei Ringe?
Der Kama besitzt zwei seitliche Ansatzpunkte. Je ein Ring pro Seite ermöglicht ein ausgeglichenes Anheben.
Was sind Kantsuki?
Seitliche Vorsprünge oder Ösen am Kama, durch die die Ringe geführt werden. Urasenke beschreibt sie ausdrücklich als Hebepunkte.
Warum bleiben die Ringe nicht am Kessel?
Sie sind Arbeitswerkzeuge, keine feste Tragebügel. Sie werden nur zum Versetzen des Kama eingesetzt.
Material?
Traditionell Eisen. The Met besitzt ein japanisches Beispiel von ca. 1775 mit 7,6 cm Durchmesser.
Wie werden sie verwendet?
Beim Sumidemae muss der Kama vom Feuer entfernt werden. Mit Kan wird er angehoben und auf einen Kamashiki gesetzt.
Beziehung zum Sumitori?
Omotesenke zählt die Kan zur Ausrüstung im Sumitori.
Dasselbe wie der Deckelring?
Nein. Ein kleiner Deckelknopf oder -ring ist etwas anderes als die zwei abnehmbaren Tragringe.
Warum kompakt?
Sie dienen nur als Handgriffe an den Seitenteilen und lassen sich leicht im Sumitori verstauen.
Braucht man sie zu Hause?
Nicht für normalen Matcha, sondern beim traditionellen Kohlegebrauch eines schweren Kama.
Kan in einem Satz
Kan sind die abnehmbaren Eisenringe des Chanoyu, die durch die Kantsuki geführt werden, um den heißen Kama beim Sumidemae sicher anzuheben.